Angebote für weiterführende Schulen
Themen im Schuljahr 2025/26
Im Schuljahr 2025/26 werden ganzjährig Aktionstage, Lernspiele, Planspiele und Workshops zu nachfolgenden Themenfeldern angeboten.
Demokratiebildung
Workshopangebote zu den Lernfeldern Demokratie als Lebens- und Gesellschaftsform

Demokratie (er)leben?!
Erlebnispädagogischer Workshop zur Stärkung des demokratischen Miteinanders und des sozialen Zusammenhalts.
Regelschulen ab Klassenstufe 5, SBBZ ab Klassenstufe 7, 4 Schulstunden
Explizit für SBBZ-Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen und Sprache. Weitere Förderschwerpunkte (z.B. G und ESENT) nach Absprache.
Erlebnispädagogischer Workshop zur Stärkung des demokratischen Miteinanders und des sozialen Zusammenhalts
- Zielgruppe: Regelschulen ab Klassenstufe 5, SBBZ Lernen ab Klassenstufe 7 (Förderschwerpunkt Sprache bereits ab Klasse 5 möglich), auch für BVE- und BvB-Klassen, weitere Förderschwerpunkte nur nach Absprache möglich
- Zeitdauer: 4 Schulstunden
- Teilnahmezahl: maximal 20 Schülerinnen und Schüler
- Technische Voraussetzungen: Beamer, mind. 5 Tablets/Laptops mit WLAN
- Bildungsplanbezug: Zusammenleben in sozialen Gruppen, Familie und Gesellschaft, Leitfaden Demokratiebildung BW
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung. Gewünschter Zeitraum* (bitte bei Anmeldung konkretes Wunschdatum angeben)
Hinweis: Angebot für alle Unterrichtsfächer geeignet (nicht nur GK o.ä.), auch für Klassenlehrkräfte-Stunden und explizit auch für SBBZ-Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen und Sprache, geeignet. Andere Förderschwerpunkte (z.B. G und ESENT nach Absprache).
Inhaltlicher Überblick
Demokratie zeigt sich bei Weitem nicht nur in Form von Parlamenten, Politiker:innen und Wahlen, sondern sie ist auch Teil unseres alltäglichen Lebens. Doch wie sieht ein demokratisches Miteinander überhaupt aus? Auf welches Verhalten und auf welche Werte kommt es dabei an?
Eine Auseinandersetzung mit diesen Fragen soll den Lernenden im Rahmen des 180-minütigen Workshops ermöglicht werden. Ausgangspunkt dafür sind erfahrungs und erlebnisorientierte Methoden, die die Lernenden als Gruppe durchlaufen. Neben einer Reflexion und dem Stärken des demokratischen Miteinanders soll es dabei auch um die Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit und das Erleben eines Team-Gefühls gehen.
Der Politische Tag richtet sich explizit an Klassen, die noch keinen Gemeinschaftskundeunterricht haben. Der Workshop wird durch junge Expert:innenteams der Außenstelle Ludwigsburg bei Ihnen an der Schule durchgeführt, gern auch im Außenbereich oder an einem außerschulischen Lernort.
Keine Anmeldung mehr möglich


Keine Demokratie ohne Protest?!
Workshop zu Formen, Gründen und der Bedeutung von Protest in einer Demokratie
ab Klassenstufe 10, 5 Schulstunden
Workshop zu Formen, Gründen und der Bedeutung von Protest in einer Demokratie
- Zielgruppe: ab Klassenstufen 10 aller Schularten, auch außerschulisch buchbar (z.B. FSJ/BFD, Azubis etc.)
- Zeitdauer: 5 Schulstunden
- Teilnahmezahl: maximal 28 Personen
- Bildungsplanbezug: Politisches System, Politischer Willensbildungsprozess in Deutschland
- Zeitraum: ganzjährig
- nach Vereinbarung (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Inhaltlicher Überblick
Mit Blick auf das derzeitige Weltgeschehen zeigt sich deutlich, dass Protest in vielen Kontexten eine große Rolle spielt. Die Protestgründe, Aktionsformen und Personenkonstellationen sind dabei häufig sehr verschieden. Eines haben aber alle Proteste gemein: Sie sind nichtstaatlich organisiert und versuchen durch „Politik von unten" ihre Interessen durchzusetzen.
- Doch wie schauen wir eigentlich auf die unterschiedlichen Proteste?
- Was empfinden wir als demokratischen und was als undemokratischen Protest?
- Und welche Rolle sehe ich für mich selbst im Kontext von Protest?
All diese Fragen und Themen sollen im Rahmen des Workshops mit Schüler:innen diskutiert und behandelt werden. Im Fokus steht dabei neben der Analyse von Protestformen und Protestgründen auch die Frage, wie die eigene Haltung zu diesem Phänomen ist.
Keine Anmeldung mehr möglich


In guter Gesellschaft?
Workshop zum Thema Vorurteile und Diskriminierung
ab Klassenstufe 9, 4-5 Schulstunden
Workshop zum Thema Vorurteile und Diskriminierung
- Zielgruppe: Klassenstufen 9-11 aller Schularten, auch außerschulisch buchbar (z.B. FSJ/BFD, Azubis etc.)
- Zeitdauer: 5 Schulstunden
- Teilnahmezahl: maximal 28 Personen
- Bildungsplanbezug: Zusammenleben in sozialen Gruppen, Gesellschaft und Toleranz, Konfliktregelung
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung, (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtige Hinweise:
- Für ein tieferes Verständnis zum Thema Vorurteile empfiehlt sich der Besuch einer NS-Gedenkstätte 1-2 Wochen im Vorfeld dieses Workshops. Eine Auswahl an Gedenkstätten sowie weitere Informationen dazu finden Sie hier.
- Das Angebot richtet sich explizit auch an Ethik-Lehrkräfte in Sek I und II.
Inhaltlicher Überblick
Der Blick auf repräsentative Studien zeigt, dass Vorurteile in unserer Gesellschaft breit verankert sind. Im Rahmen des Workshops soll deshalb thematisiert werden, was Vorurteile überhaupt sind und wie sie zu Stande kommen.
Aufbauend auf ausgewählten Ergebnissen der Mitte-Studie 2025 findet daraufhin eine Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Diskriminierung statt. Dabei stehen Fragen im Fokus, wie diskriminierungsrelevante (Alltags-)Situationen bewertet werden können und welche Handlungsmöglichkeiten es für Beteiligte gibt.
Bei Bedarf und Interesse kann außerdem auf den Begriff der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und das dahinterstehende Konzept eingegangen werden.
Insgesamt dient der fünfstündige Workshop dazu, einen offenen Austausch unter den Teilnehmenden zu ermöglichen und sie zur Reflexion eigener Standpunkte anzuregen.
Keine Anmeldung mehr möglich


Lass mal reden!
Offener Workshop zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Entwicklungen
ab Klassenstufe 10, ca. 4 Schulstunden
Neues Format, daher nur begrenzte Anmeldekapazitäten. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Offener Workshop zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Entwicklungen
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 10 aller Schularten, auch außerschulisch (z.B. FSJ/BFD, Azubis etc.)
- Zeitdauer: ca. 4 Schulstunden
- Teilnahmezahl: maximal 28 Personen
- Bildungsplanbezug: Zusammenleben in sozialen Gruppen, Gesellschaft und Toleranz, Konfliktregelung
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung, (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtige Hinweise: Das Format ist neu in unserem Angebot, weshalb die Anmeldekapazitäten im Moment begrenzt sind – wir bitten um Verständnis!
Inhaltlicher Überblick
In diesem Workshop steht der offene Austausch über gesellschaftspolitische Themen im Mittelpunkt. Egal ob internationale Kriege und Konflikte, Klimawandel, gesellschaftliche Polarisierung oder steigende Preise. Aktuelle Entwicklungen, die Schüler:innen interessieren und bewegen, werden gemeinsam diskutiert. Dabei können alle ihre Perspektive einbringen, hören den anderen zu und entwickeln in der Diskussion die eigenen Standpunkte weiter.
Der Workshop bietet Raum für ehrliche Gespräche, neue Impulse und gegenseitiges Verständnis – offen, respektvoll und auf Augenhöhe. Die Veranstaltung wird von einem LpB-Team moderiert und strukturiert. Bei Bedarf können inhaltliche Impulse und interaktive Methoden integriert werden.
Keine Anmeldung mehr möglich

Parlamentarische Prozesse
Planspiele zu politischen Prozessen auf Bundes- und Landesebene
Politische Prozesse auf Bundesebene:

Fokus Bundestag
Planspiel zur Regierungsbildung
ab Klassenstufe 9, halbtägig
Ein Planspiel zu Parteiinteressen auf dem Weg zur Regierungsbildung
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 9, alle Schularten
- Zeitdauer: 6 Schulstunden
- Teilnahmezahl: mindestens 18, maximal 34 Schülerinnen und Schüler
- Organisatorisches: Für dieses Planspiel werden 2-3 Räume, einer davon mit Beamer und Lautsprechern sowie ein Laptop benötigt.
- Technische Voraussetzungen: Bereitstellung von 6 Tablets mit stabiler WLAN-Verbindung und vorinstalliertem Videoschnitt-Programm (z.B. CapCut, IMovie o.ä.)
- Bildungsplanbezug: Grundlagen des politischen Systems, politischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland, Medienkompetenz
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung, (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtiger Hinweis: Das Planspiel dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert. Die Schülerinnen und Schüler sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen (Aufgaben und Funktion des Bundestags, zentrale Positionen und Ämter, Parteien, Fraktionen etc.).
INHALT UND LERNZIEL
Bei diesem Planspiel zum demokratischen Wettstreit der Parteien werden die Wahlkampfphase und die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl simuliert. Dabei nehmen die Teilnehmenden die Rollen von Abgeordneten verschiedener Parteien ein, deren Aufgabe es ist, nach Ablauf der Wahl und gegebenen Mehrheitsverhältnissen eine funktionsfähige Regierungskoalition zu bilden. Sie lernen, welche Positionen die Parteien auf Bundesebene vertreten sowie wie der Prozess der Regierungsbildung über den Weg der Sondierungs- und Koalitionsgespräche aussehen kann. Sie einigen sich auf Inhalte eines Koalitionsvertrages oder arbeiten als Opposition Stellungnahmen aus.
SZENARIEN UND PROFILE
Im Planspiel sind gemäß der aktuellen Zusammensetzung des 21. Deutschen Bundestages folgende Parteien vertreten:
- Partei der Christlichen Demokratie (PCD)
- Partei der Sozialen Demokratie (PSD)
- Partei für Andere Demokratie (PAD)
- Demokratische Linke Partei (DLP)
- Partei für Ökologie und Demokratie (PÖD)
Die Teilnehmenden erhalten Rollenkarten von Parteipolitiker/-innen und machen sich mit den jeweiligen Parteipositionen vertraut. Zur didaktischen Reduktion und Vergleichbarkeit der Parteien werden Schwerpunkte innerhalb der umfangreichen Parteiinteressen gelegt und anhand folgender fünf Konfliktlinien aufgezeigt:
- Persönliche Freiheit gegen Sicherheit
- Staatliche Eingriffe gegen Marktfreiheit
- Offene Gesellschaft gegen geschlossene Gesellschaft
- Schutz der Umwelt gegen Nutzung der Umwelt
- Pro EU gegen Contra EU
ABLAUF
Nach einer thematischen Einführung startet die Simulation. Die Planspielphase ist dabei in zwei große Teile untergliedert. Zunächst arbeiten sich die Teilnehmenden in die eigene Rolle innerhalb des Rahmens ihrer jeweiligen Partei ein. Im Wahlkampf wird ein Wahlwerbespot gedreht sowie die eigene Partei anhand der Konfliktlinien für die anderen Teilnehmenden vorgestellt. Dies dient der besseren Identifikation mit der eigenen Rolle sowie später der leichteren Bündnisfindung möglicher Koalitionen.
Nach einem Zeitsprung befindet sich die Simulation in der Situation nach der Wahl – das Wahlergebnis steht fest und muss nun in einer Regierungsbildung umgesetzt werden. Daher liegt der Schwerpunkt des zweiten Teils des Planspiels auf den Sondierungs- und Koalitionsgesprächen. Die Oppositionsparteien beginnen ihre Kontrollfunktion wahrzunehmen, indem sie Stellungnahmen zum Koalitionsvertrag verfassen.
Abschließend werden die Erfahrungen der Teilnehmenden während des Planspiels besprochen und eine Verbindung zur Realität hergestellt.
Keine Anmeldung mehr möglich

Politische Prozesse auf Landesebene am Beispiel von Baden-Württemberg:

Wer macht´s? Der Weg in den Landtag
Planspiel zum Wahlkampf vor der Landtagswahl von Baden-Württemberg
ab Klassenstufe 9 | 5-6 Schulstunden
Planspiel zum Wahlkampf vor der Landtagswahl Baden-Württembergs
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 9, alle Schularten
- Zeitdauer: 5 bis 6 Schulstunden
- Teilnahmezahl: mindestens 18, maximal 30 Schülerinnen und Schüler
- Organisatorisches: Für dieses Planspiel werden 2-3 Räume, einer davon mit Beamer und Lautsprechern sowie ein Laptop benötigt.
- Bildungsplanbezug: Grundlagen des politischen Systems, politischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland
- Zeitraum: Bis einschließlich 6. März 2026
- Termin: nach Vereinbarung, (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtiger Hinweis: Das Planspiel dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert.
Die Schülerinnen und Schüler sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen (Aufgaben und Funktion des Landtags, zentrale Positionen und Ämter, Parteien, Fraktionen etc.).
INHALTE UND LERNZIEL
Bei diesem Planspiel zum demokratischen Wettstreit der Parteien werden die Wahlkampfphase und die Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg simuliert.
Dabei setzen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen wahlkreisspezifischen Themen auseinander und nehmen die Rollen von Landtagskandidat:innen, Bürger:innen sowie Vertreter:innen der lokalen Presse an.
Sie lernen, welche Kontroversen in einem Wahlkampf ausgetragen werden, welche Strategien und Methoden zum Erfolg führen, wie ein Dialog zwischen Bürgeri:nnen und Kandidat:innen aussehen kann, wie der Landtag von Baden-Württemberg gewählt und das Wahlergebnis in Sitze umgerechnet wird.
Keine Anmeldung mehr möglich


Wie läuft´s? Die Arbeit im Landtag
Planspiel zur Gesetzgebung im Landtag von Baden-Württemberg
ab Klassenstufe 10 | 5-6 Schulstunden
Planspiel zur Gesetzgebung im Landtag von Baden-Württemberg (Thema Mobilität)
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 10, alle Schularten
- Zeitdauer: 5 bis 6 Schulstunden
- Teilnahmezahl: mindestens 18, maximal 30 Schülerinnen und Schüler
- Organisatorisches: Für dieses Planspiel werden 2-3 Räume, einer davon mit Beamer und Lautsprechern sowie ein Laptop benötigt.
- Bildungsplanbezug: Grundlagen des politischen Systems, politischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtiger Hinweis: Das Planspiel dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert. Die Schülerinnen und Schüler sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen (Aufgaben und Funktion des Landtags, zentrale Positionen und Ämter, Parteien, Fraktionen etc.).
INHALT UND LERNZIEL
Was du in der Schule lernst oder wo neue Windräder gebaut werden dürfen – über diese und viele weitere Themen entscheidet der Landtag. Doch wie entstehen solche Gesetze eigentlich? Und wie arbeitet der Landtag in Baden-Württemberg genau?
Als Landtagsabgeordnete verhandeln die Schüler:innen in diesem Planspiel über die Zukunft des Jugendtickets in Baden Württemberg: Die Förderung – und damit das Ticket – laufen Ende 2025 aus. Wie geht es weiter? Kann die Landesregierung ihren Gesetzentwurf ohne Änderungen durchsetzen oder müssen Kompromisse mit den politischen Mitstreiter:innen gefunden werden?
Im Planspiel erleben Schüler:innen, wie politische Entscheidungen auf Landesebene getroffen werden. Sie erfahren demokratische Prinzipien aus erster Hand: Debatte, Meinungsbildung, Mehrheiten und Gesetzgebung. Das Planspiel eignet sich ideal zur Vor- oder Nachbereitung der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026.
Keine Anmeldung mehr möglich

Europäische Union und internationale Politik
Planspiele zu europapolitischen Themen, Prozessen und Gremien
Europäische Ebene – Planspiele zu europapolitischen Themen, Prozessen und Gremien:

Festung Europa?
Planspiel zur Asyl- und Geflüchtetenpolitik in der EU
ab Klassenstufe 9, halbtägig
Ein Planspiel zur Asyl- und Geflüchtetenpolitik in der EU
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 9, alle Schularten
- Zeitdauer: 5-6 Schulstunden
- Teilnahmezahl: mindestens 15, maximal 40 Teilnehmende
- Bildungsplanbezug: Zuwanderung nach Deutschland, Europäische Union
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung. Gewünschter Zeitraum* (bitte bei Anmeldung konkretes Wunschdatum angeben)
- Technische Voraussetzungen: Pro Schüler:in ein Tablet mit stabiler WLAN-Verbindung
Wichtiger Hinweis: Das Planspiel dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert. Die Schüler:innen sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen (Europäischer Rat, Unterschied Flucht und Asyl, Dublin-Abkommen, Frontex etc.)
Überblick:
Die europäische Asyl- und Geflüchtetenpolitik ist geprägt von Ambivalenzen und Widersprüchen: Einerseits bekennen sich die Mitgliedsstaaten zu humanitären Werten und dem Schutz der Menschenrechte, andererseits zeichnet sich die praktische Umsetzung der Asylpolitik zunehmend durch Abschottung aus. Die Spannungen zwischen internationaler Verantwortung und Abschottung, zwischen Humanität und sicherheitspolitischen Interessen machen die europäische Asylpolitik zu einem zentralen Prüfstein für die Wertegemeinschaft Europa.
Im Planspiel „Festung Europa?“ simulieren die Teilnehmenden einen EU-Gipfel und verhandeln als Vertreter:innen verschiedener europäischer Regierungen über drängende Fragen. Das Planspiel ermöglicht den Teilnehmenden, die Vielschichtigkeit und Kontroversität in der europäischen Geflüchtetenpolitik unmittelbar nachzuerleben.
Jahr der Erstellung: 2011/12 (2. aktualisierte Auflage 2015)
Ausgearbeitet von: Steffi Christ, Dr. Alexander Ruser, LpB Heidelberg
Überarbeitet von: Björn Nepple, Robby Geyer, LpB Heidelberg
Inhalt und Zielsetzung:
Das Planspiel stellt eine Sitzung des Europäischen Rates nach, bei der über die Flüchtlingsproblematik beraten und über eine gemeinsame Politik entschieden werden soll. Die Teilnehmenden nehmen die Rollen der Staats- und Regierungschef:innen sowie der Innenminister:innen von verschiedenen europäischen Staaten ein. Vertreten sind auch der EU-Ratspräsident sowie die EU-Innenkommissarin und die Präsidentin der Europäischen Kommission. Alle gemeinsam müssen versuchen, trotz unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Politik zu gelangen. Nur dadurch kann die EU zeigen, dass sie entschieden handeln kann. Die Jugendlichen erfahren durch diese Simulation, wie der Prozess der Politikgestaltung auf höchster Ebene abläuft und sie können erkennen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die verschiedenen Positionen von zurzeit 27 Mitgliedstaaten unter einen Hut zu bekommen.
Grober Ablaufplan:
Einleitung des Gipfels und Vorstellung des Themas durch den Ratspräsidenten - Statements der Staats- und Regierungschef:innen – Einschätzung der EU-Innenkommissarin – Offene Debatte – Abschlussstatements – Ergebnis
Keine Anmeldung mehr möglich


EU-Planspiel für die Grundschule
Spielerisch erfahren, wie in der EU ein Gesetz entsteht
Das EU-Planspiel soll Entscheidungsprozessen in der EU erklären. Themenauswahl: Tierwohl und Umweltschutz
Für Klassenstufe 4-6, 5 Schulstunden, kostenfrei
Wie funktioniert eigentlich EU-Politik?
Politische Planspiele für Kinder ab 9 Jahren
- Zielgruppe: Klassenstufe 4-6, an Grundschulen und weiterführenden Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart, (nach Möglichkeit diskussionsfreudige Klasse)
- Zeitdauer: 5 Schulstunden (mit Einführung zu Europa und der EU)
- Teilnehmende: 18 bis 24 Schülerinnen und Schüler
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: Gewünschter Zeitraum* (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtiger Hinweis: Das Planspiel dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert. Die Schülerinnen und Schüler sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen.
Als überzeugte Europäerin oder Europäer wird man (noch) nicht geboren. Europabewusstsein muss von Generation zu Generation neu erlernt werden. Ein Verständnis für die EU als politischer Raum ist dabei Grundvoraussetzung.
Planspiele können Zugänge zu politischen und gesellschaftlichen Themen und Prozessen schaffen und dabei Politik verständlich machen. Sie ermöglichen risikofreies Handeln in realitätsnahen Szenarien, vermitteln konkrete Inhalte und fördern die Entwicklung von Systemkompetenz. Planspiele sind folglich eine spannende und effektive Methode – auch für junge Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 4.
Inhalt und Zielsetzung:
Nach einer Einführung in das Thema und die EU als politisches System übernehmen die Schüler:innen die Rolle von Politiker:innen und diskutieren und verabschieden eine EU-Richtlinie zum gewählten Thema.
Die „Planspiele zur handlungsorientierten EU-Vermittlung in der Primarstufe (PEP)“ gibt es zu zwei unterschiedlichen Themen:
- Umweltschutz
- Tierwohl
Zur Wahl stehen diese Themen und Fragestellungen (sortiert nach Schwierigkeit, aufsteigend):
- Umweltschutz:
Plastikverpackungen sind in der Nutzung oft geschickt und in der Herstellung günstig. Gleichzeitig stellt Plastik bereits seit vielen Jahren ein zunehmendes Umweltproblem dar. Deshalb wird im Planspiel schrittweise darüber diskutiert, ob ein EU-weites Verbot von Plastikverpackungen von Obst und Gemüse eingeführt werden soll.
- Tierwohl:
Für viele Menschen ist Fleisch ein Bestandteil ihrer Ernährung. Viele von ihnen wünschen sich jedoch mehr Transparenz und wollen wissen, woher das Fleisch kommt und unter welchen Bedingungen die Tiere gelebt haben. Deshalb wird im Planspiel schrittweise darüber diskutiert, ob EU-weit ein einheitliches Tierwohlkennzeichen eingeführt werden soll.
Die Teilnehmenden nehmen die Rollen von Minister:innen ein, welche die Interessen unterschiedlicher EU-Mitgliedstaaten vertreten. Die Spielleitung übernimmt die Rolle der EU-Kommission. Anhand eines konkreten Themas werden die Planungs-, Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse im Rat der EU kennengelernt und verständlich gemacht.
Ziel des Angebots ist es, das Interesse der jungen Schüler und Schüerinnen an Politik zu wecken bzw. zu stärken und dabei spielerisch erste Einblicke in die Vielschichtigkeit des politischen Systems EU zu ermöglichen.
Grober Ablaufplan:
Einführung: Europa – Einführung: EU – Einführung in das Thema – Erläuterungen zum Spielablauf – Rollenverteilung & Vorstellung der Länderpositionen – Verhandlung – Zusammenfassung und Auswertung
(Jahr der Erstellung: 2016, Ausgearbeitet von: planpolitik)
Keine Anmeldung mehr möglich

Internationale Ebene – Planspiel zu internationalen Konflikten und Beziehungen:

Kurz mal die Welt retten?
Planspiel zur Arbeit des UN-Sicherheitsrates
ab Klassenstufe 10, halbtägig
Ein Planspiel zur Arbeit des UN-Sicherheitsrates
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 10, alle Schularten
- Zeitdauer: 6 Schulstunden
- Teilnahmezahl: minimal 16, maximal 30 Schüler:innen
- Bildungsplanbezug: Menschenrechte und Friedenssicherung
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung, (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
- Technische Voraussetzungen: Pro Schüler:in ein Tablet mit stabiler WLAN-Verbindung
Wichtiger Hinweis: Das Planspiel dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert. Die Schüler:innen sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen (Vereinte Nationen, UN-Sicherheitsrat, Vetomächte, Resolution etc.).
ÜBERBLICK
Ob Krieg, Terroranschlag oder Ausbruch einer Epidemie – all diese Ereignisse werden im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) diskutiert. Der Sicherheitsrat ist für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit verantwortlich. Die 15 Mitglieder können bei einer Gefahrenlage Maßnahmen bis hin zu wirtschaftlichen Sanktionen oder militärischem Eingreifen beschließen. Auch der Bürgerkrieg in einem fiktiven afrikanischen Land namens Nawulia beschäftigt den Sicherheitsrat. Im Planspiel werden die Schülerinnen und Schüler zu Vertreterinnen und Vertretern der Mitglieder des Sicherheitsrates und müssen entscheiden, welche Maßnahmen und Beschlüssen nötig sein, um den Konflikt in Nawulia zu befrieden. Das Planspiel bietet die Möglichkeit, die Aufgaben und Arbeitsweise dieses wichtigen UN-Gremiums kennenzulernen. Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Verlauf des Planspiels in Bezug zur Realität in der Weltpolitik gesetzt
Jahr der Erstellung: 2014
Ausgearbeitet von: Daniel Ostertag und Robby Geyer, LpB Heidelberg (nach einer Vorlage der LpB-Außenstelle Freiburg)
INHALT UND ZIELSETZUNG
Die Schüler:innen übernehmen die Rolle von Diplomat:innen der fünfzehn Mitglieder im UN-Sicherheitsrat sowie die Rolle des UN-Generalsekretärs. In einem fiktiven afrikanischen Land schwelt seit Längerem ein Bürgerkrieg, der nun zu eskalieren droht. Eine ganze afrikanische Region könnte in Krieg und Chaos abrutschen.
Der Sicherheitsrat berät nun darüber, mit welchen Maßnahmen die Situation befriedet werden kann. Auf spielerische Art und Weise werden im Planspiel die Aufgaben und die Arbeitsweise des UN-Sicherheitsrates vermittelt. In der Auswertung wird auch darauf eingegangen, wie sich der Sicherheitsrat in zurückliegenden Kriegen und Konflikten verhalten hat.
GROBER ABLAUF
Einleitung und Eröffnung durch das vorsitzende Land und den Generalsekretär - Statements der Ländervertreter - Offene Debatte und Verhandlungen – Abschlussstatements und Abstimmung
Keine Anmeldung mehr möglich

Kommunalpolitik
Aktionstag zu kommunalpolitischen Themen und Gremien

Schule trifft Rathaus
Außerschulischer Lernort zur Kommunalpolitik
Klassenstufe 8 bis 9, halbtägig (ab dem 9. März 2026 bis Schuljahresende)
Aktionstag zur Festigung von Grundlagen der Kommunalpolitik und Jugendbeteiligung mit Entscheidungsträgern der jeweiligen Gemeinde
Folgende Kommunen haben sich dafür rückgemeldet:
Aalen*, Abtsgmünd, Bad Friedrichshall, Bad Rappenau, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Crailsheim, Ditzingen, Ellwangen, Esslingen am Neckar, Fellbach, Gaildorf, Geislingen an der Steige*, Gerlingen, Göppingen, Heidenheim an der Brenz, Heilbronn, Herrenberg, Holzgerlingen, Kirchheim unter Teck, Kornwestheim*, Leinfelden-Echterdingen, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach am Neckar, Murrhardt, Mutlangen, Neckarsulm, Neuenstadt am Kocher, Neresheim, Nürtingen, Öhringen, Remseck am Neckar, Renningen, Rutesheim, Sachsenheim, Schönaich, Schorndorf, Schrozberg, Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Hall, Schwaigern, Schwieberdingen, Stuttgart*, Süßen, Tauberbischofsheim, Winnenden.
Anmeldeschluss: 12. Oktober 2025
- Kooperationspartner: Gemeindeverwaltung und die/der (Ober)-Bürgermeister/-in, weiterführende Schulen vor Ort
- Städte und Gemeinden: Kommunen des Regierungsbezirks Stuttgart
- Ort: Rathaus der jeweiligen Kommune
- Zielgruppe: Klassenstufen 8 und 9, alle Schularten aus der jeweiligen Kommune
- Zeitdauer: 6 Schulstunden
- Teilnahmezahl: in der Regel eine Klasse, in Ausnahmefällen auch zwei Klassen bis maximal 45 Schülerinnen und Schüler
- Bildungsplanbezug: Politik in der Gemeinde
- Zeitraum: nach der Landtagswahl (ab 9. März 2026) bis Schuljahresende
- Termin: nach Vereinbarung in Rücksprache mit der Stadtverwaltung teilnehmender Kommunen und den Lehrkräften angemeldeter Schulen
Inhalt:
Kommunalpolitische Entscheidungen betreffen uns alle, meist konkreter als die Entscheidungen der Landes- oder Bundespolitik. Dennoch wissen viele Schülerinnen und Schüler besser über die „große“ Politik Bescheid als über die Politik vor Ort. Es ist ihnen nicht bewusst, dass sie selbst darauf Einfluss nehmen können.
Der Aktionstag „Schule trifft Rathaus“ will nicht nur das Wissen festigen, das bereits laut Bildungsplan im Unterricht erworben wurde. Vielmehr sollen den Schülerinnen und Schülern Wege aufgezeigt werden, um ihre Gemeinde mitzugestalten. Sie können dazu Ideen sammeln und mit Entscheidungsträgern über Möglichkeiten der Umsetzung diskutieren.
Dabei lernen sie Beteiligungsmöglichkeiten in der jeweiligen Kommune kennen.
Phase I: Was ist Kommunalpolitik?
In der ersten Phase wird das bereits erlernte Wissen im Unterricht durch altersgerechte Methoden aufgefrischt, um mit dem nötigen Wissen in den weiteren Phasen arbeiten zu können.
Für diskussionsfreudige Klassen bieten wir in dieser Phase das Rollenspiel „Community“ an. Die Schüler und Schülerinnen schlüpfen hier in die Rolle von Gemeinderätinnen und Gemeinderäten und entscheiden über Themen wie Schulsanierung, den Neubau von Straßen oder der Umgestaltung des Stadtparks. Das interaktive Spiel wurde von Mitarbeitenden und Studierenden der Verwaltungshochschule Kehl entwickelt und erprobt.
Phase II: Wie sieht unsere Traumgemeinde aus?
In der zweiten Phase erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, um konkrete Wünsche und Forderungen zu artikulieren. Anschließend werden die Ideen priorisiert und über deren Realisierbarkeit diskutiert. Des Weiteren werden Leitfragen für das anstehende Gespräch mit den Entscheidungsträgern formuliert.
Phase III: Wie können unsere Ideen umgesetzt werden?
Schülerinnen und Schüler sprechen mit Entscheidungsträgern
In der dritten Phase treffen die Schülerinnen und Schüler die Entscheidungsträger der Kommunalpolitik und können ihre Ideen dem/der (Ober)-Bürgermeister/-in direkt vorstellen und mit diesen über eine mögliche Umsetzung diskutieren. Dabei werden Möglichkeiten der Jugendbeteiligung in der Gemeinde miteinbezogen, Jugendgemeinderäte oder andere Formen der Jugendbeteiligung können sich ebenfalls einbringen.
Der Politische Tag wird durch junge Expertenteams der Außenstelle Ludwigsburg der LpB im Rathaus Ihrer Gemeinde durchgeführt. Durch den außerschulischen Lernort und die ausgewählten Methoden wird das Thema für die Schülerinnen und Schüler intensiv erlebbar und auch der Spaß kommt nicht zu kurz.
Grober Ablauf:
- Auffrischung von grundlegenden Informationen zur Kommunalpolitik, bei diskussionsfreudigen Klassen mithilfe des Rollenspiels „Community“
- Ideensammlung durch die Schülerinnen und Schüler als Vorbereitung des Gespräches mit den kommunalpolitischen Vertretern
- Diskussion mit Entscheidungsträgern der jeweiligen Gemeinde unter Einbezug der Jugendbeteiligung
- Kurze Reflexion
Anmeldung (Kommune + Wunschtermin)
Bitte geben Sie bei der Anmeldung die Kommune Ihrer Schule an und führen Sie Wunsch –und Ausschlusstermine auf.
Anmeldeschluss: 12. Oktober 2025.
Anmeldung (Kommune + Fester Termin)
* Für die Städte Aalen, Geislingen an der Steige, Kornwestheim und Stuttgart gibt es bereits feststehende Termine: (jeweils 8.15 bis 13.00 Uhr):
- Aalen: Dienstag, 5. Mai 2026
- Geislingen a.d.S.: Donnerstag, 16. April 2026
- Kornwestheim: Mittwoch, 8. Juli 2026
- Stuttgart: Mittwoch, 29. April 2026
Anmeldeschluss: 12. Oktober 2025.

Medienkompetenz
Workshops und Vorträge zur Medienbildung
Schülermedientage 2026
Fakten gegen Fake News
Zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026
Journalistinnen und Journalisten diskutieren an Schulen in ganz Deutschland über ihre Arbeit. Es geht um die Bedeutung von freier und unzensierter Berichterstattung, über die Gefahren durch Fake News und Hassbotschaften und die Beantwortung von Fragen zum Journalismus.
Das Angebot richtet sich an alle Schulformen ab der Klassenstufe 8.
Schülermedientage: Fakten gegen Fake News zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026
Inhaltlicher Überblick
Jeden Tag stehen Medienschaffende aus Zeitung, Radiostationen oder Fernsehanstalten vor großen Herausforderungen: Sie recherchieren aufwändig, prüfen Aussagen, stehen für Glaubwürdigkeit und Transparenz. Gleichzeitig kämpfen sie gegen eine zunehmende Skepsis bei den Lesenden und Zuhörenden durch politische Kampagnen und Fake News, die sich hartnäckig über das Netz verbreiten.
Wem kann ich glauben? Was unterscheidet Qualitätsjournalismus von Gerüchten, Halbwahrheiten oder gar Fake News? Vor allem Jugendliche sollen sensibilisiert und aufgeklärt werden. Denn Medienbildung ist Demokratiebildung.
Kurzbeschreibung des Ablaufs
Redakteur:innen von Tageszeitungen und Medienunternehmen kommen in die Schulen. Zu Beginn des Workshops führen sie mit einem Impuls in das Thema ein, berichten über ihre Arbeit und alltägliche Herausforderungen. Sie haben vielfältige Beispiele dabei und zeigen ganz praktisch, wie Recherche funktioniert, wie guter Journalismus entsteht und woran man ihn erkennen kann.
Gleichzeitig sensibilisieren sie die Schüler:innen für fragwürdige Inhalte im Internet und geben Tipps zum gründlichen Quellenstudium. Natürlich kommt die Diskussion nicht zu kurz: Die Jugendlichen sollen Fragen stellen und sich einbringen.
Zur Vorbereitung des Schülermedientages bedarf es eines Vorgesprächs zwischen Redaktion und Lehrkraft, um die Klasse auf das Thema einzustimmen und die Diskussion vorzubereiten.

Angebot in der Region Stuttgart
Workshops und Vorträge der Medienpartner
Die Außenstelle Ludwigsburg setzt die Schülermedientage in der Region Stuttgart mit den Medienpartner der Stuttgarter Zeitung (StZ), der Stuttgarter Nachrichten (StN), Esslinger Zeitung (EZ) und des Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW) um.
Auf einen Blick:
Workshop: „Fake oder Fakt? Medienkompetenz lernen mit StZ und StN"
Workshop zur Medienbildung durch Journalistinnen und Journalisten der Stuttgarter Zeitung, der Stuttgarter Nachrichten und des Zeitungsverlags Waiblingen für weiterführende Schulen in der Region Stuttgart (Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg, Rems-Murr, Stadt Stuttgart) in Präsenz:
- Zielgruppe: Klassenstufe 8 bis 13
- Zeitdauer: ca. zwei Schulstunden
- Teilnahmezahl: pro Doppelstunde maximal ein Jahrgang (beispielsweise die Klassen 8a, b, c), bei entsprechenden Räumlichkeiten
- Bildungsplanbezug: Demokratiebildung, Medienbildung, Medienkompetenz
- Zeitraum: rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026
- Termin: nach Vereinbarung und Vorgabe der StZ/StN, in Präsenz
Anmeldeschluss ist der 20. März 2026
Anmeldung
(Workshopangebot in der Region Stuttgart, Stuttgarter Zeitung (StZ) / Stuttgarter Nachrichten (StN))

Angebot im Regierungsbezirk Stuttgart
Workshops mit Journalistinnen und Journalisten
Für weiterführende Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart bieten Tageszeitungen und Medienunternehmen sowie private Radio- und Fernsehsender in Baden-Württemberg Workshops mit Journalistinnen und Journalisten an.
Die beteiligten privaten Rundfunkveranstalter werden auf der Webseite der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) laufend aktualisiert unter:
Schülermedientage 2026
Workshop: Fakten gegen Fake News
Workshop zur Medienbildung durch Journalistinnen und Journalisten verschiedener Tageszeitungen, Medienunternehmen und privater Radio- und Fernsehsender für weiterführende Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart:
- Zielgruppe: Klassenstufe 8 bis 13
- Zeitdauer: ca. zwei Schulstunden
- Teilnahmezahl: pro Doppelstunde maximal ein Jahrgang (beispielsweise die Klassen 8a, b, c), bei entsprechenden Räumlichkeiten
- Bildungsplanbezug: Demokratiebildung, Medienbildung, Medienkompetenz
- Zeitraum: rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026
- Termin: nach Vereinbarung, in Präsenz oder online
- Videokonferenz: in Absprache mit der jeweiligen Schule und Medienunternehmen
Anmeldeschluss ist der 20. März 2026
Anmeldung
(Workshop-Angebot im Regierungsbezirk Stuttgart, verschiedene Tageszeitungen & Privatsender)

JOURNALISMUS MACHT SCHULE
Unterrichtsbesuch vom SWR
Die Workshops mit mit Journalistinnen und Journalisten des SWR kombinieren den persönlichen Erfahrungsaustausch mit Nachrichtenprofis und praktische Übungseinheiten
ab Klassenstufe 9 | bis zu 3 Unterrichtsstunden je Klasse
JOURNALISMUS MACHT SCHULE – UNTERRICHTSBESUCH VOM SWR
![]() | Workshops mit Journalistinnen und Journalisten des SWR im laufenden Schuljahr. |
Glaubwürdige Nachrichten von Fake News unterscheiden, Informationen checken und für die Berichterstattung bewerten, das machen unsere SWR Medienprofis täglich für die multimediale Berichterstattung. Mit Ihrer Klasse diskutieren sie über ihre tägliche Arbeit, schauen auf die Informations- und Medienwelten der Jugendlichen und erarbeiten gemeinsam Strategien, wie auch die Jugendlichen verlässliche und unabhängige Informationen erkennen können.
- Zielgruppe: Ab Klassenstufe 9
- Zeitaufwand: bis zu 3 Unterrichtsstunden je Klasse
- Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Buchung dieses Angebots außerdem beinhaltet, dass der Workshop im Anschluss von einer weiteren Klasse an Ihrer Schule durchgeführt wird. Sprechen Sie sich daher unbedingt im Kollegium ab, dass an diesem Tag zwei Klassen für den Workshop zur Verfügung stehen.
- Organisation vor Ort: Absprachen zum zeitlichen Ablauf sowie räumlichen und technischen Gegebenheiten treffen Sie am besten direkt mit unseren Referent:innen. Diese kommen nach Ihrer Buchung zeitnah auf Sie zu.
Die Workshops kombinieren den persönlichen Erfahrungsaustausch mit Nachrichtenprofis und praktische Übungseinheiten – für mehr Nachrichtenkompetenz und freie Meinungsbildung.
Überblick:
Bei Fragen und Problemen dürfen Sie sich gern an uns wenden: medienbildung-anmeldung@SWR.de |
Weiterführende Links:
- Stuttgarter Zeitung: Projekt "Zeitung in der Schule": Projekt zisch
- Stuttgarter Nachrichten: Projekt „Nachrichten in der Schule“ (Nisch): www.stuttgarter-nachrichten.de/stn_aktionen/nisch-nachrichten-in-der-schule
- Initiative „Journalismus macht Schule: https://journalismus-macht-schule.org |
https://journalismus-macht-schule.org/baden-wuerttemberg - Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK): www.lfk.de/medienkompetenz
- Beitrag von Regio TV: Moderatorin Laura Cloppenburg und Reporter Tobias Faißt zu Besuch im Stiftsgymnasium in Sindelfingen: Regio TV, 2022
Anmeldung (Anmeldung über SWR)

Workshops "Fake oder Fakt"
Angebot des Landesmedienzentrum Baden-Württemberg zum Tag der Pressefreiheit
Ein Workshops mit Medienpädagogen oder Medienpädagoginnen zum Thema Fake News und Steigerung der Nachrichtenkompetenz
Klassenstufe 7 bis 9 | 2x 3 Schulstunden (nacheinander an einem Vormittag)
Workshops „Fake oder Fakt“ mit Medienpädagogen oder Medienpädagoginnen

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg bietet zum Tag der Pressefreiheit Workshops zu dem Thema Fake News an.
Was ist wahr? Was ist falsch? Wie filtert man aus der Flut von teilweise widersprüchlichen Meldungen die richtigen Nachrichten heraus?
Wie findet man verlässliche Quellen? Welche Bewertungskriterien und Handlungsmöglichkeiten gibt es?
Kinder und Jugendliche nutzen Soziale Netzwerke als Bestandteil Ihrer Lebenswelt, auch um sich über aktuelle Geschehnisse in der Welt zu informieren. Die News, die sie dabei erhalten sind vielfältig und nicht immer wahr. Umso wichtiger ist es, die Nachrichtenkompetenz zu steigern.
Die Schülerinnen und Schüler
- stärken ihre Informationskompetenz,
- lernen Methoden kennen, um Falschmeldungen zu erkennen und
- „gute“ Informationen zu finden.
Die Wissensvermittlung im Workshop erfolgt gekoppelt mit praktischen Übungen.
- Zielgruppe: Klassenstufe 7 bis 9
- Zeitdauer: 2x 3 Schulstunden (nacheinander an einem Vormittag)
- Teilnahmezahl: pro Workshop mit drei Schulstunden eine Klasse
- Bildungsplanbezug: Demokratiebildung, Medienbildung, Medienkompetenz
- Zeitraum: rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026
- Termin: nach Vereinbarung
Anmeldeschluss ist der 6. März 2026
Anmeldungen per Mail an 101schulen@remove-this.lmz-bw.de
Weiterführende Links zum Thema
- Stuttgarter Zeitung: Projekt "Zeitung in der Schule": Projekt zisch
- Stuttgarter Nachrichten: Projekt „Nachrichten in der Schule“ (Nisch): www.stuttgarter-nachrichten.de/stn_aktionen/nisch-nachrichten-in-der-schule
- Initiative „Journalismus macht Schule: https://journalismus-macht-schule.org |
https://journalismus-macht-schule.org/baden-wuerttemberg - Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK): www.lfk.de/medienkompetenz
- Beitrag von Regio TV: Moderatorin Laura Cloppenburg und Reporter Tobias Faißt zu Besuch im Stiftsgymnasium in Sindelfingen: Regio TV, 2022
Workshop Medienkompetenz

Fake News: Lüge mit System?
Workshop zum Verstehen und Erkennen von Fake News
Klassenstufen 8 bis 10 und an Berufsschulen, 5 Schulstunden
Workshop zum Verstehen und Erkennen von Fake News
- Zielgruppe: Klassenstufen 8 bis 10, alle Schularten (vor allem Berufsschulen)
- Zeitdauer: ca. 5 Schulstunden
- Teilnahmezahl: maximal 28 Personen
- Technische Voraussetzungen: Klassenzimmer mit Beamer, pro Schüler:in ein digitales Endgerät (Laptop oder Tablet) mit stabiler WLAN-Verbindung
- Bildungsplanbezug: Demokratiebildung, Medienbildung, Medienkompetenz
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung, (bitte konkreten Wunschtermin angeben)
Inhaltlicher Überblick
Wie kommen Jugendliche mit Fake News in Berührung? Wie beeinflussen sie unser tägliches Leben? Und ganz besonders wichtig: Wie erkenne ich Fake News?
Nach einer interaktiven Reflexion des eigenen Mediennutzungsverhaltens und der Glaubwürdigkeit verschiedener Quellen soll eine spezifische Auseinandersetzung mit Fake News erfolgen. Im Fokus soll dabei vor allem die Charakteristik von Fake News stehen sowie die Frage, warum sie sich so gut verbreiten. Im Anschluss soll es darum gehen, wie Fake News erkannt werden können und welche Handlungsmöglichkeiten es hierzu gibt.
Eine gemeinsame Auswertung rundet den vier- bis fünfstündigen Workshop ab.
Keine Anmeldung mehr möglich

Klimawandel und Klimagerechtigkeit
Workshop zu Klimawandel und Klimagerechtigkeit

Für ein Klima der Gerechtigkeit
Thema: Klimawandel und Klimagerechtigkeit
ab Klassenstufe 8, 4-5 Schulstunden
SBBZ-Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen und Sprache
Workshop zu Klimawandel und Klimagerechtigkeit
- Zielgruppe: ab Klassenstufe 8, aller weiterführenden Schulen
- Zeitdauer: 4-5 Schulstunden
- Teilnahmezahl: maximal 26 Schülerinnen und Schüler
- Bildungsplanbezug: Phänomene des Klimawandels, Klimagerechtigkeit
- Zeitraum: ganzjährig
- Termin: nach Vereinbarung. Gewünschter Zeitraum* (bitte unbedingt konkretes Wunschdatum angeben)
Wichtiger Hinweis:
- Explizit auch für SBBZ-Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen und Sprache geeignet.
- Auch von Geographie-Lehrkräften buchbar (Globales Lernen über Weltspielplane)
- Das Format dient nicht als Einstieg in ein Thema, sondern ist zur Vertiefung und Differenzierung des bereits Gelernten konzipiert. Die Schülerinnen und Schüler sollten deshalb unbedingt über Grundlagenwissen verfügen (Stichworte: Klimawandel, Treibhauseffekt, Co2)
Inhaltlicher Überblick
Im Rahmen des Workshops setzen sich Schüler:innen auf spielerische und interaktive Weise mit dem Klimawandel und den damit verbundenen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander.
Im Fokus stehen dabei folgende Inhalte: Ursachen und Folgen des Klimawandels einordnen und verstehen, globale Zusammenhänge und Unterschiede im Kontext des Klimawandels thematisieren (Stichwort Globales Lernen), gesellschaftliche und soziale Ungerechtigkeiten in Bezug auf die Klimakrise verstehen, entwickeln möglicher Ansätze und Handlungsstrategien um diesen Problemen entgegenzuwirken.
Das Format ist modular aufgebaut und kann je nach Zielgruppe und Schwerpunktsetzung im Ablauf variiert werden (z.B. für Jugendliche in SBBZ-Klassen).
Keine Anmeldung mehr möglich

Mehrtägiges Seminar
Mehrtägige Veranstaltung im Haus auf der Alb in Bad Urach
Weitere Informationen zum Tagungszentrum erhalten Sie auf der Seite: www.hausaufderalb.de

Europäische Union und Europa
Mehrtägige Veranstaltung im Haus auf der Alb in Bad Urach
Montag, 11. bis Dienstag, 12. Mai 2026
Geeignet ab Klassenstufe 9.
Seminar: Die Europäische Union und Europa – Gemeinschaft in Gefahr?
Im Schuljahr 2025/26 haben Sie die Möglichkeit in einem zweitägigen Seminar mit einer Übernachtung mit Ihren Schülerinnen und Schülern nachfolgende Themen methodisch abwechslungsreich und ausführlich zu bearbeiten und zu vertiefen.
Geeignet ab Klassenstufe 9.
- Termin: Montag, 11. bis Dienstag, 12. Mai 2026
- Klassenstufe: 9 bis 10
- Teilnahmezahl: für maximal 28 Personen (Teilnahmezahl = Schüler:innen UND Lehrkräfte)
- Ort: Haus auf der Alb, Hanner Steige 1, 72574 Bad Urach
- Kosten: pro Schüler:in 20 EUR
Thema
Wie geht es weiter mit der Europäischen Union (EU)?
Seit ihrem Bestehen ist die EU mit Krisen und Problemen konfrontiert, deren Bewältigung eng mit ihrem erfolgreichen Fortbestand verbunden ist. War es vor einiger Zeit noch die “Euro-Krise“, die als größte Herausforderung angesehen wurde, ist es spätestens seit 2015 die Asyl- und Flüchtlingspolitik.
Im Seminar werden mit Hilfe des Europa Großpuzzles wichtige geographische und politische Aspekte in Europa vermittelt.
Es setzt sich anschließend intensiv mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU auseinander. Im Mittelpunkt steht dabei das Planspiel Festung Europa? Dabei werden die unterschiedlichen Positionen der EU-Staaten während eines Sondergipfels des Europäischen Rates diskutiert. Wird es den Staats- und Regierungschefs bei diesem Sondergipfel gelingen, sich auf eine gemeinsame Position zu verständigen?
Zum Abschluss soll über die Zukunft der Europäischen Union diskutiert werden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, in welchem Europa die Teilnehmenden leben möchten.
Keine Anmeldung mehr möglich

Exkursionstag zu den Gedenkstätten in Baden-Württemberg
Spuren der Ausgrenzung entdecken – historisch-politische Bildung vor Ort erleben

Gedenkstätten als außerschulische Lernorte
Exkursionstag zu den Gedenkstätten: Freudental, Vaihingen Enz und die Gedenkstätte Grafeneck
ab Klassenstufe 9, halbtägig oder ganztägig, Terminkoordination mit der Gedenkstätte in Selbstorganisation (ab 9.3.2026) &
Kostenlose Nachbereitung (Workshop „In guter Gesellschaft“, 5 Schulstunden), Koordination über die Außenstelle Ludwigsburg
„Spuren der Ausgrenzung entdecken - historisch-politische Bildung vor Ort erleben“
Exkursionstag zu Gedenkstätten im Regierungsbezirk Stuttgart
Schüler:innen lernen dabei eine Gedenkstätte in ihrem Umfeld kennen, die auf die Gewaltverbrechen der Nationalsozialisten verweist. Sie setzen sich zugleich mit aktuellen Formen von Vorurteilen und Ausgrenzung auseinander und erarbeiten, wie man sich diesen entgegenstellen kann.
Baden-Württemberg verfügt über ein dichtes Netz an Gedenkstätten. Viele dieser Orte erinnern an Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung von Menschen in der NS-Diktatur, an den Holocaust und an die Vernichtung „lebensunwerten Lebens“, aber auch an Widerstand, Verweigerung und Zivilcourage. Die Gedenkstätten im Land haben sich als außerschulische Lernorte etabliert.
Gedenkstätten:
- Freudental
- Vaihingen/Enz
- Gedenkstätte Grafeneck (im Regierungsbezirk Tübingen)
Für Schüler:innen ab Klassenstufe 9 aller weiterführenden Schulen, halbtägig oder ganztägig, Terminkoordination mit der Gedenkstätte in Selbstorganisation.
Die kostenlose thematische Nachbereitung (Workshop „In guter Gesellschaft“, 5 Schulstunden) wird über die LpB-Außenstelle Ludwigsburg koordiniert und durchgeführt.
Zeitaufwand: zu klären nach individueller Rücksprache
Zeitraum: ab 9. März 2026 bis Schuljahresende
Termin: nach Vereinbarung
Inhaltliche Übersicht:
Am politischen Tag „Spuren der Ausgrenzung entdecken – historisch-politische Bildung vor Ort“ erfahren die Schüler:innen an einer Gedenkstätte in der Region, wie die Ausgrenzung vermeintlich „andersartiger" Menschen vor und in der NS-Zeit zunächst maßgeblich zur Aushöhlung der Demokratie beitrug und schließlich in der Verfolgung und Ermordung der Ausgegrenzten endete.
Dem Gedenkstättenbesuch folgt eine pädagogische Nachbereitung, in der die Jugendlichen mit einem Team der LpB zusammen überlegen, wo und in welcher Form ähnliche Phänomene heutzutage auftauchen. Gemeinsam diskutieren sie, wie sich verschiedene Formen der Ausgrenzung in einer demokratischen Gesellschaft auswirken und wie man sich ihnen entgegenstellen kann.
Baden-Württemberg besitzt ein dichtes Netz von Gedenkstätten, die mit ihren unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen jeweils ganz verschiedene Aspekte der NS-Zeit beleuchten.
Im Mittelpunkt dieses politischen Tages steht daher für die Schüler:innen das Entdecken des geschichtsträchtigen Ortes in ihrer Region.
Für Lehrkräfte bieten die Gedenkstätten in Baden-Württemberg darüber hinaus zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Leitperspektiven der neuen Bildungspläne, wie zum Beispiel die Vermittlung von Toleranz, Solidarität und werteorientiertem Handeln und die Auseinandersetzung mit Formen von Vorurteilen und Stereotypen.
Grober Ablauf:
- Besuch einer Gedenkstätte vor Ort.
- Fünfstündige methodisch aufbereitete, pädagogische Nachbereitung des Gedenkstättenbesuchs an der Schule mit einem Team der LpB.
Hinweis: Wir empfehlen die Nachbereitung zeitnah nach dem Exkursionstag. Weitere Infos zum Workshop finden Sie hier.
Informationen zu den Gedenkstätten
Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental
Die Synagoge Freudental, 1770 erbaut, gilt als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Das im klassizistischen Baustil erhaltene Gebäude war bis zu seiner Zerstörung im Novemberpogrom 1938 das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde. Dies war nach dem liberalen und toleranten Edikt der Grävenitz im Jahr 1731 zum Mittelpunkt kulturellen religiösen Lebens der Juden im württembergischen Unterland geworden. Die Nationalsozialisten beendeten die über vierhundertjährige jüdische Geschichte des Orts mit einem tödlichen Schnitt. Insgesamt wurden mindestens 33 Freudentaler Juden ermordet. Nach der Renovierung 1985 ist die Synagoge ein Haus des Gedenkens, des Lernens und der Begegnung geworden. Sie zählt bundesweit zu den ersten, die durch bürgerschaftliches Engagement vor dem Abriss bewahrt wurden. Gefördert vom Landkreis Ludwigsburg und dem Land Baden-Württemberg, wirbt der Verein für Toleranz und den Dialog der Kulturen.
Gedenkstätten-Portal der LpB: Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental
KZ-Gedenkstätte Vaihingen an der Enz
Die Gedenkstätte erinnert an eines der vielen Außenkommandos des KZs Natzweiler. Etwa zweitausend KZ-Häftlinge waren dort beim Bau an einem unterirdischen Bunkerwerk eingesetzt. Überregionale Bedeutung erhielt das Lager, als es nach Einstellung der Bauarbeiten in ein „Kranken- und Erholungslager“ umdeklariert wurde, um kranke Häftlinge aus 17 Außenkommandos in Südwestdeutschland aufzunehmen. Von den rund 2500 Männern, die zwischen November 1944 und März 1945 nach Vaihingen gebracht worden waren, starben ca. 1600. Aus beiden Lagerabschnitten haben sich Dokumente und Spuren erhalten, die im Informationsgebäude präsentiert werden. Über den Fundamenten der einstigen Bade- und Entlausungsbaracke wurde eine Halle errichtet, in der die Geschichte des Lagers vermittelt wird. Der KZ-Friedhof liegt ca. zweihundert Meter entfernt.
Gedenkstätten-Portal der LpB : KZ-Gedenkstätte Vaihingen an der Enz
Gedenkstätte Grafeneck Dokumentationszentrum:
Im Jahr 1940 wurden in Grafeneck 10.654 Menschen ermordet. Unter den Opfern waren Frauen, Männer und Kinder. Sie stammten aus dem gesamten heutigen Bundesland Baden-Württemberg, aber auch aus Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Allein aus der Landeshauptstadt Stuttgart wurden über 500 Einwohner ermordet.
Neben ihrer Funktion als zentrale Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie”-Verbrechen in Südwestdeutschland, bestehen die Kernaufgaben der Gedenkstätte in der Dokumentations- und Forschungsarbeit, Auskunfts-, Informations- und Beratungsangeboten sowie der historisch-politischen Bildungsarbeit.
Jährlich besucht eine große Zahl nationaler und internationaler Jugend- und Erwachsenengruppen die Gedenkstätte und das Samariterstift Grafeneck. Ihnen steht eine Vielzahl pädagogischer Angebote zur Verfügung.
Gedenkstätten Portal der LpB: Gedenkstätte Grafeneck, Dokumentationszentrum
