Digitales Planspiel: Ein Skatepark in Neckardorf?

    Die Stadt Neckardorf, eine Kleinstadt mit 31.000 Einwohnern/-innen, ist für sein schönes Freibad überregional bekannt. Durch zahlreiche und regelmäßige Investitionen ist es zur wichtigsten Freizeitattraktion geworden, die von vielen Menschen jährlich besucht wird. Das hat aber auch dazu geführt, dass Investitionen und Finanzmittel für andere Freizeiteinrichtungen nur noch sehr eingeschränkt vorhanden sind.

    Einige Jugendliche aus Neckardorf wünschen sich schon lange einen Skatepark. Dieser wäre eine Verbesserung der Vielfalt an Freizeiteinrichtungen. Aus Sicht der/des Oberbürgermeisters/-in kann die Forderung der Jugendlichen aufgegriffen werden und eine kleine Anlage zum Skaten gebaut werden. Sie/er hat eine Beschlussvorlage erarbeiten lassen, die nun im Gemeinderat zur Diskussion und Abstimmung steht. Die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat haben unterschiedliche Meinungen zur Skateanlage. Außerdem muss auch der örtliche Jugendgemeinderat in die Entscheidung eingebunden werden. In der Diskussion spielen u. a. die Kosten für solch eine Anlage und die unterschiedlichen Interessen der Einwohnerschaft eine wichtige Rolle.

    Im digitalen Planspiel treffen die unterschiedlichen Positionen zum Bau eines Skateparks aufeinander. Jede Seite versucht, eine Mehrheit für ihren Vorschlag zu bekommen. Ein Beschluss kommt dann zusammen, wenn eine einfache Mehrheit erreicht wird. Wird es am Ende einen Kompromiss geben, mit dem alle einverstanden sind? Oder gibt es für keinen Vorschlag eine Mehrheit?

    Die Teilnehmenden handeln im digitalen Planspiel als Mitglieder des Gemeinderats, der Stadtverwaltung nebst Oberbürgermeister/-in, des Jugendgemeinderats und als Pressegruppe. Das digitale Planspiel bietet die Möglichkeit, sich spielerisch mit realen kommunalen Prozessen zu befassen und sie anschließend in der Auswertung zu reflektieren.

    • Grober Ablaufplan: Thematische und methodische Einführung (mind. 1-2 Wochen im Vorfeld)
      Rollenvergabe – Einarbeitung – Gemeinderatssitzung – Verhandlungen – Abstimmung – Auswertung (alles am Durchführungstag selbst)
    • Jahr der Erstellung: 2019
    • Ausgearbeitet von: Anna Stordel und Robby Geyer, LpB Baden-Württemberg

    Auf einen Blick:

    • Zielgruppe: ab Klassenstufe 8, alle Schularten
    • Zeitdauer: ca. 5 Zeitstunden
    • Teilnahmezahl: ab 12 bis 30 Personen
    • Virtueller Ort: Moodle-Kursraum und Videokonferenzsystem BigBlueButton (wird von der LpB zur Verfügung gestellt).
    • Bildungsplanbezug: Politik in der Gemeinde
    • Zeitraum: ab 8. November 2021 bis Schuljahresende
    • Termin: nach Vereinbarung
    • Technische Voraussetzungen und Hinweise: Laptop/PC mit Lautsprecher, Mikro und bestenfalls Webcam; ein Headset bzw. Kopfhörer werden für eine bessere Tonqualität empfohlen; eine stabile Internetverbindung muss gewährleistet sein.

    Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie den Einschreibeschlüssel in den Moodle-Kursraum und es erfolgt ein Austausch mit dem betreuenden Team der LpB. Die E-Learning-Plattform und das Videokonferenzsystem sind browserbasiert - es ist keine Installation einer Software nötig.

    • Dauer und Ablauf:
      mind. 1-2 Wochen im Vorfeld:
      - Thematische und inhaltliche Einführung (1h 30min): asynchron, ohne LpB-Team
      Am Durchführungstag:
      - Planspielsimulation (max. 3h): synchron, mit LpB-Team
      - Reflexion (0h 45min): synchron, mit LpB-Team

    Die Lehrkraft ist dafür verantwortlich, dass sich alle Schüler:innen rechtzeitig in den Moodle-Kursraum einschreiben und das Modul zur thematischen bzw. inhaltlichen Einführung im Vorfeld des Durchführungstags bearbeiten. Ohne diese Grundlage kann das Planspiel selbst nicht durchgeführt werden.

    Das LpB-Team kann im Vorfeld des Planspiels eine technische Einführung in den Kursraum und das Konferenztool geben. Sofern dies gewünscht ist, muss die Lehrkraft das mit dem LpB-Team abklären.

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